Streit in der Erbengemeinschaft

In Erbengemeinschaften kommt es leider oft zu Streitigkeiten. Erblotse.de unterstützt Erben und Erbengemeinschaften im Ganzen bei der Lösung der Konflikte durch leicht verständliche Anleitungen und den Zugang zu kostengünstigen Schlichtungsverfahren, Fachanwälten für Erbrecht und Steuerberatern.

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Leider kommt es in Erbengemeinschaften immer wieder zu Streitigkeiten über die Art und Weise des Umgangs mit dem Erbe. Oft sind Immobilien der Ausgangspunkt, da sie neben einem hohen materiellen Wert oft auch einen hohen emotionalen Wert haben. Verschiedene Fragestellungen können Auslöser für Streitigkeiten sein: Welcher Anteil steht den einzelnen Erben zu und wie wird er bewertet, wer wird  in der geerbten Immobilie wohnen, soll sie vermietet, verpachtet oder verkauft werden? Erblotse.de unterstützt die Erbengemeinschaft durch das Angebot, ein Nachlassverzeichnis anlegen zu können. Dies ermöglicht den Erben alle Werte und Verbindlichkeiten zu erfassen und so einen genauen Überblick über das Erbe zu gewinnen. Darüber hinaus bietet Erblotse.de viele Informationen zu kostengünstigen Schlichtungsverfahren, Fachanwälten für Erbrecht und Steuerberatern an.

1. Was ist eine Erbengemeinschaft?

Als Erbengemeinschaft bezeichnet man eine Gruppe von Personen, der gemeinschaftlich das Erbe zusteht. Sie wird auch als Gesamthandsgemeinschaft bezeichnet, weil sie bis zur Aufteilung des Erbes, das heißt bis zur Erbauseinandersetzung, das Erbe gemeinsam verwalten muss. Dies führt häufig zu Streitigkeiten, da in einer Erbengemeinschaft jeder einzelne Erbe, unabhängig von seiner Erbquote, dieselben Rechte und Pflichten hat.

 

2. Welche Rechte und Pflichten habe ich in einer Erbengemeinschaft?

Jeder Erbe innerhalb einer Erbengemeinschaft hat Anspruch auf die Aufteilung des Erbes, die sogenannte Erbauseinandersetzung. Bis zur Erbauseinandersetzung dürfen die Miterben nur gemeinschaftlich über die Nachlassgegenstände verfügen. Sie müssen den Nachlass gemeinsam verwalten und Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern erfüllen. Zu den Verwaltungsmaßnahmen zählen die Verwahrung, Sicherung und Erhaltung des Nachlasses als auch die Zahlung laufender Verbindlichkeiten.

 

3. Was muss die Erbengemeinschaft tun?

Der Gesetzgeber verlangt, dass zuerst sämtliche Schulden aus der Erbmasse beglichen werden. Der verbleibende Rest kann dann unter den Miterben verteilt werden. Bis dahin tragen die Erben gemeinschaftlich auch sämtliche Verwaltungskosten. Ziel sollte die möglichst rasche Aufteilung des Nachlasses sein. Sollte keine Einigung möglich sein, kann jeder Miterbe beim zuständigen Nachlassgericht einen Teilungsplan vorlegen und die Erbauseinandersetzung einklagen. Das Gericht prüft den vorgelegten Aufteilungsvorschlag und wird sich mit der Erbauseinandersetzung befassen.

4. Was tun, wenn eine Erbengemeinschaft eine Immobilie erbt?

Es kann schwierig sein, eine Einigung über den Verbleib und die weitere Nutzung der geerbten Immobilie innerhalb der Erbengemeinschaft zu erzielen. Soll das Haus oder die Wohnung selbst genutzt, vermietet, verpachtet oder verkauft werden? Innerhalb von 2 Jahren sollte eine Grundbuchberichtigung beim Grundbuchamt beantragt werden, in der die Miterben als gemeinsame Eigentümer eingetragen werden. Die Erbengemeinschaft muss gemeinschaftlich über den Verbleib und die Nutzung der Immobilie entscheiden. Eine Möglichkeit bietet die sogenannte gegenständliche Abschichtung. In dem Fall kann zum Beispiel die Immobilie vor der endgültigen Erbauseinandersetzung bereits veräußert und der Verkaufserlös unter den Erben verteilt werden.

Blockiert einer der Miterben den Verkauf des Hauses, kann eine Teilungsversteigerung über einen Anwalt durchgesetzt werden.

Der Erblotse vermittelt Ihnen gerne ein kostenloses Erstgespräch mit einem Anwalt.

Es kann sinnvoll sein, einen Hausverkauf möglichst schnell zu vollziehen, um Streitigkeiten und Leerstände zu vermeiden. Die Erbengemeinschaft kann sich auch durch die Bevollmächtigung eines Erblotse Nachlass-Experten bei der Veräußerung der Immobilie unterstützen lassen.

Durch die Auszahlung der übrigen Miterben kann ein Miterbe auch die geerbte Immobilie komplett übernehmen. Hier ist eine kostenlose Immobilienbewertung hilfreich, um eine Vorstellung über einen angemessenen Preis zu erhalten, der Grundlage einer Einigung darstellt.

5. Vorgehen bei Uneinigkeit innerhalb der Erbengemeinschaft

Am einfachsten ist es, wenn sich die Erbengemeinschaft über die Verteilung des Erbes einig ist, der Auseinandersetzungsvertrag einvernehmlich angenommen wird und es keine Pflichtteilsberechtigten gibt. Herrscht jedoch Uneinigkeit, die auch nicht durch das Hinzuziehen eines Mediators oder Anwalts ausgeräumt werden kann, bleibt am Ende nur der Gang zum Gericht. Per Gericht kann eine Teilungsversteigerung, eine Erbauseinandersetzungsklage oder der Verkauf eines Erbteils veranlasst werden. Unter Umständen kann es sogar ratsam sein, Erbanteile zu verkaufen. Die Abwägung Ihrer Vor- und Nachteile können Sie jederzeit mit Hilfe von Erblotse.de überprüfen lassen.

Falls in Ihrem Erbfall Uneinigkeit besteht, sollte auch hier der erste Schritt immer das Anlegen eines Nachlassverzeichnisses sein. Das Nachlassverzeichnis bietet eine genaue Übersicht über sämtliche Vermögensgegenstände und deren Wert innerhalb der Erbengemeinschaft an.

Der Erblotse hilft Ihnen gerne – unverbindlich und unkompliziert. Vereinbaren Sie einfach ein kostenloses Erstgespräch.

6. Wann endet eine Erbengemeinschaft?

Sobald alle Schulden beglichen sind und der Nachlass verteilt ist, gilt eine Erbengemeinschaft als beendet. Rein rechtlich geschieht das, sobald das Erbe gemäß der Erbquoten in das Privatvermögen der jeweiligen Erben übergeht. Im Rahmen eines Erbauseinandersetzungsvertrages wird festgehalten, wie die Verteilung des Nachlasses aussehen soll. Das betrifft vor allem Wertgegenstände und Immobilien. Der Erbauseinandersetzungsvertrag sollte notariell beurkundet werden, um Zuweisungen auch im Grundbuch vollziehen zu können. Ein einzelner Erbe hat auch die Möglichkeit, seinen Erbteil zu verkaufen und so aus der Gemeinschaft auszuscheiden.

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