Streitlösung im Erbfall

Bei der Verteilung Ihres Erbes gibt es Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten. Wie können Sie diese lösen?

1. MEinungsveschiedenheiten und streitlösung im erbfall

Ein Erbfall führt nicht selten zu Konflikten im Kreis der Hinterbliebenen. Das ist wenig verwunderlich. Denn ein Erbfall verlangt den Hinterbliebenen viel ab. Sie müssen sich – häufig in tiefer Trauer – um das Erbe kümmern und damit viele Aufgaben erledigen und rechtliche bzw. steuerliche Fragen klären, deren Beantwortung u.U. auch Juristen und Steuerberatern schwerfallen kann.

Naturgemäß beurteilen die Hinterbliebenen ihre eigenen Rechte und Pflichten zunächst mit ihrem eigenen „Gerechtigkeitskompass“, ohne zunächst die Rechtslage beurteilen zu können. Es ist deshalb mehr als natürlich, dass Konflikte und Meinungsverschiedenheiten entstehen, wenn mehrere Hinterbliebene mit ihrem jeweiligen „Kompass“ aneinandergeraten. Manchmal wollen Personen auch einfach nur das finanziell Beste für sich aus einem Erbfall herausholen.

Die Meinungsverschiedenheiten können vielfältig sein. Typische Streitigkeiten bestehen z.B. in folgenden Fällen:

  • Streit der Erben und Pflichtteilsberechtigten über den Pflichtteil: Ist ein gesetzlicher Erbe enterbt worden oder ist er im Testament lediglich in einem Umfang bedacht worden, der hinter seinem Pflichtteil zurückbleibt, hat er u.U. gegen die (übrigen) Erben Anspruch auf Leistung des Pflichtteils oder Aufstockung des Erbteils auf den Pflichtteil (Pflichtteilsansprüche/Pflichtteilsergänzungsansprüche). Hier entstehen häufig Streitpunkte über die zu erteilenden Auskünfte der Erben und die Bewertung des Erbes und des Pflichtteils.
  • Streit um Feststellung der Erbenstellung, Testamentsanfechtungen: Hierunter fallen u.a. Fälle, in denen der/die Verstorbene spät ein Testament aufgesetzt oder geändert hat und darin – für die übrigen Erben unvermittelt – weitere Erben eingesetzt und bedacht hat. Hier entstehen dann u.U. Streitpunkte zwischen den spät Bedachten und den gesetzlichen Erben.
  • Streit der Erben über die Höhe des Erbteils, Auslegung des Testaments: Testamente sind häufig nicht entlang den gesetzlichen Strukturvorstellungen formuliert. Es kann dann streitig sein, ob ein Erbe enterbt werden sollte oder ob ein Bedachter als bloßer Vermächtnisnehmer lediglich einen bestimmten Gegenstand aus dem Nachlass erhalten oder als Erbe eingesetzt werden sollte.
  • Streit über den Umfang zu erteilender Auskünfte über Nachlassgegenstände und Schenkungen: Die Hinterbliebenen haben nicht selten einen ganz unterschiedlichen Einblick in die Vermögensverhältnisse und lebzeitigen Vermögensverfügungen des/der Verstorbenen und unterschiedlichen Zugriff auf die Erbgegenstände. Hier können leicht Meinungsverschiedenheiten darüber entstehen, wer wem welchen Einblick und Zugriff gewähren muss. Da im Rahmen der Auseinandersetzungen des Nachlasses und bei Pflichtteilsansprüchen auch Zuwendungen, die der/die Verstorbene zu Lebzeiten gemacht hat, relevant und auszugleichen sein können, spielen gerade auch lang zurückliegende Zuwendungen bei solchen Informationsrechten eine große Rolle.
  • Streit über den Ausgleich lebzeitiger Schenkungen: Im Rahmen der Anrechnung und des Ausgleichs von Schenkungen, die der/die Verstorbene zu Lebzeiten vorgenommen hat, kommt es nicht selten zum Streit darüber, ob eine Schenkung überhaupt zu berücksichtigen ist und mit welchem Wert sie noch bei der Nachlassverteilung oder Pflichtteilsberechnung zu berücksichtigen ist.
  • Streit über die Verteilung des Nachlasses (Erbauseinandersetzungsklagen): Ist zwischen den Erben erst einmal klar, was sich im Nachlass befindet, müssen sie sich einigen, wie mit dem Nachlass umzugehen ist und wie er verteilt werden soll. Dies kann zu Meinungsverschiedenheiten führen, insbesondere wenn Gegenstände von ideellem Wert zu verteilen sind oder komplexe Entscheidungen zu treffen sind wie bei Unternehmensnachfolgen.
  • Streit über Umfang und Bewertung des Nachlasses: Die Frage, ob ein bestimmter Gegenstand in den Nachlass fällt, oder nicht, und wie er zu bewerten ist, kann nicht immer einvernehmlich geklärt werden. Wenn hier unterschiedliche Vorstellungen existieren, sind sie häufig nicht ohne Streit zu klären.
  • Streit bei Vor- und Nacherbschaft: Die testamentarische oder erbvertragliche Regelung einer Vor- und Nacherbschaft löst vielfache Rechte und Pflichten zwischen Vor- und Nacherben aus. Über diese Rechte und Pflichten geraten Vor- und Nacherben häufig in Streit.

Dies ist nur eine beispielhafte Aufzählung der häufigsten Meinungsverschiedenheiten, die im Rahmen eines Erbfalls vorkommen.

Meinungsverschiedenheiten zwischen Angehörigen im Erbfall sind normal und nichts Ungewöhnliches. Die Hinterbliebenen sind für gewöhnlich nicht gewohnt, wie unter „Geschäftspartnern“ miteinander umzugehen. Dazu kann es aber, je nach Beschaffenheit des Nachlasses und des Streits, kommen. Diese Art des Umgangs ist für sie neu.

Die Frage ist, wie man Meinungsverschiedenheiten effektiv und effizient löst. Sie können konstruktiv, kostenschonend und interessewahrend gelöst werden. Sie können auch im kostenintensiven Streit vor den Gerichten ausgetragen werden. Der Erblotse.de zeigt Ihnen als Streitlösungskonzept Ihre Optionen mit Vor- und Nachteilen auf.

2. Schritt 1: Streit selbst lösen über www.erblotse.de

Zunächst sollten die Hinterbliebenen sich mit dem Erbfall befassen und feststellen, an welchen Punkten sie Einigkeit im Umgang mit dem Erbfall erzielen können. Um dies ohne Kosten zu ermöglichen, wurde der www.erblotse.de entwickelt. Er soll es den Erben und weiteren Beteiligten eines Erbfalls ermöglichen, ohne professionelle Unterstützung transparent und kooperativ die notwendigen Schritte zu erkennen und sich selbständig über den Umgang mit dem Erbe zu verständigen.

Hierbei können die Hinterbliebenen an Grenzen kommen, denn eine digitale Unterstützung kann nicht jeden individuellen Fall sachgerecht bewerten oder alle auftretenden Fragen beantworten. Können die Hinterbliebenen deshalb auch nach Anleitung des www.erblotse.de Meinungsverschiedenheiten nicht klären, sollten sie sich professionellen Rat einholen.

Die Einholung professionellen Rats zur Streitlösung muss nicht bedeuten, dass jeder Hinterbliebene sich einen eigenen Rechtsanwalt an die Seite holen und dann ein kostenaufwändiger Rechtsstreit vor den Gerichten geführt werden muss. Für eine sachgerechte Klärung von Meinungsverschiedenheiten hat der www.erblotse.de ein Streitlösungskonzept entwickelt, das Ihnen Angebote für eine kostenschonende Streitlösung aufzeigt.

3. Schritt 2: Angebote zur Streitbeilegung mit experten

Der Erblotse.de zeigt Ihnen für Ihre Meinungsverschiedenheit eine passende Streitlösungsidee auf und vermittelt Ihnen – ohne dass für Sie Kosten anfallen – den passenden Weg für die Lösung Ihrer Meinungsverschiedenheiten. Erfahren Sie mehr hierüber, indem Sie ein Konto auf erblotse.de anlegen.

1. Mediation

Qualifizierte Mediatoren können Ihnen bei der Lösung Ihrer Meinungsverschiedenheit helfen. Die Mediatoren unseres Netzwerks sind als Rechtsanwälte qualifiziert, die den Schwerpunkt ihrer Beratung aber nicht darauf legen, Ihre juristischen Fragen zu klären, sondern mit rechtlich-fachlicher Unterstützung Ihre Einigung zu moderieren und dabei auch Interessen der Beteiligten zu berücksichtigen, die ideelle oder andere Beweggründe haben. Sie erhalten keine rechtlichen Gutachten oder Entscheidungen, aber Unterstützung bei Ihrem internen Interessenausgleich. Die Kosten liegen in der Regel weit unter denen eines Streits vor den Gerichten.

2. Unabhängige professionelle Amtspersonen als Schlichter

Aus unserer Erfahrung eine gute Lösung bei rechtlichen Meinungsverschiedenheiten: Wir bieten die Lösung von Streitigkeiten durch Schlichtungen an. Unsere Schlichter sind unabhängige Amtspersonen, die im Erbrecht von Berufs wegen versiert sind und eine bestehende Verfahrensordnung befolgen. Hier steht die Klärung von rechtlichen Fragen im Vordergrund.

Sie benötigen für die Schlichtung keinen eigenen Rechtsanwalt. Die Kosten liegen in der Regel bei weit unter 50% eines gerichtlichen Streits. Der Schiedsspruch ist nur auf Wunsch sämtlicher Beteiligten verbindlich. Sie können hier professionell und einvernehmlich Ihre rechtlichen Meinungsverschiedenheiten klären lassen. Der Erblotse.de bietet Ihnen diese Schlichtung als Alternative an.

3. Streiten mit Rechtsanwalt und vor Gericht und Schiedsgericht

Wenn die Beteiligten sich – mit höheren Kostenrisiken - richtig streiten wollen, dann sollten sie das auch richtig tun. Mit den besten Rechtsanwälten. Das Netzwerk des Erblotse.de besteht aus den besten und erprobtesten Erbrechtsanwältinnen und Erbrechtsanwälten. Wenn Sie sich richtig streiten und gewinnen wollen, sprechen Sie uns an. Das Netzwerk des erblotse.de steht Ihnen zur Verfügung.

4. Prozessfinanzierung

Es gibt Situationen, in denen ein Hinterbliebener nicht die hinreichenden Mittel hat, um zu seinem Recht zu kommen. Hier kann Ihnen der Erblotse.de ggf. die Unterstützung durch einen Prozessfinanzierer anbieten, der die notwendigen Schritte finanziert und Sie vom Kostenrisiko befreit. Erblotse.de arbeitet hier nur mit erprobten und seriösen Anbietern zusammen.

5. Alternative „zertifizierte Nachlassverwalter“

Es kommt vor, dass Hinterbliebenen der Erbfall und die Meinungsverschiedenheiten über den Kopf wachsen und sie den Fall insgesamt in die professionellen Hände eines Vermögensverwalters übergeben wollen, der den Nachlassfall rechtlich-professionell für Sie löst. Für diesen Fall greift der erblotse.de auf ein Netzwerk professioneller zertifizierter Nachlassverwalter zurück, dessen Sie sich bedienen können.